Am Freitag den 30.07 begaben wir uns, d.h. Melanie, Joshua und meine Wenigkeit,
in das 300 Kilometer entfernte Potsdam um uns die dort stattfindende Weltmeisterschaft der Spielmannszüge anzusehen.
Ein Highlight für jeden Spielmann und Frau.
In diesem Jahr nahmen in der Endausscheidung 20 Vereine aus der ganzen Welt, unter anderem Thailand, Taiwan, Brasilien, Mexico, Italien, Deutschland und natürlich Dänemark teil.
Aus Dänemark waren gleich 4 Vereine angereist. Natürlich auch unser Partnerverein die Pigegarde aus Brovst, die wir am Freitag voller Spannung erwarteten.
Leider war uns das Glück nicht holt, trotz Tempo 200 auf der Autobahn schafften wir es erst um 16:20 im Stadion zu sein und wir verpassten den Auftritt, da durch eine Programmänderung die Dänen plötzlich als erste, statt wie angekündigt, als dritte starteten.
Schade, aber wir setzten alles auf Sonntag, wo alle Qualifikanten für das Finale erneut Gelegenheit bekamen Ihre Showwertung erneut bzw. eine neue Showwertung vorzuführen.
Insgesamt qualifizierten sich die nach der Vorrunde 12 besten Vereine für das Finale.
Nachdem wir uns also im Stadion häuslich niedergelassen hatten und bereits die Mexikaner und die Brasilianer sowie den Spielmannszug Hattstedt mit Ihrer Darbietung bewundern durften, hatte uns auch schon Jörgen von der Pigegarde Brovst gesehen und uns mit großem Hallo begrüßt.
Er erklärte uns kurz, dass die Pigegarde uns gegenüber auf den für die Teilnehmer abgesperrten Tribünen sitzt und er uns in der Spielpause abholt um uns an den Absperrungen vorbei zur Pigegarde zu bringen.
1 Stunde später gingen wir 3 dann quer über den Rasen direkt auf die Dänen zu, die uns schon mit einem fröhlichen Lied ( dessen Text ich selbstverständlich nicht verstanden habe ) begrüßten.
Mann muss sich das mal vorstellen, da kommen wir 3 Heinis aus SH und werden an allen Securities vorbei geführt und im gut besetzten Stadion mit deutlich hörbarem Gesang begrüßt.
Hammer und Gänsehaut.
Leider war erstmal nicht soviel Zeit sich ausgiebig zu unterhalten, aber wir wurden gleich eingeladen am Abend mit unseren Freunden gemeinsam im Hotel zu feiern.
Jette hat uns dann noch kurz das Programm für den Samstag mitgeteilt da wir ja unbedingt die Dänen auch noch mal Live erleben wollten und bis dahin nicht klar war, ob sie es schon ins Finale geschafft haben.
So haben wir uns dann den Rest des Freitag Programmes angesehen und sind am Abend dann in das Hotel der Dänen gefahren, welches sich 5 Minuten von unserem entfernt befand.
Was soll ich sagen, ich habe nur noch gestaunt und mich ständig gefragt wie man das wohl finanzieren kann.
Das Hotel war absolute Spitzenklasse. Die Dänen hatten sogar eine eigene Lounge mit kompletter Bar und allem drum und dran. Selbst zwei Massagestühle waren vor Ort.
Getränke wurden allerdings selbst mitgebracht bzw. die dänischen Suporter haben sich um unser Wohl gekümmert. Wie das mit dem Hotel geklärt wurde?? Keine Ahnung
Es waren inklusive Suporters ca. 70 Leute für eine Woche dort untergebracht.
Nachdem wir uns ausgiebig begrüßt hatten, teilten uns die Dänen mit, dass sie es ins Finale geschafft haben. Sie erreichten aus der Vorrund eine Gesamtpunktzahl von 82,4 was einem neunten Rang entspricht. Nun ging es also am Sonntag um den Titel.
Allerdings waren von Platz 12 bis zum Platz 3 alle sehr dicht zusammen und hatten eine Punktzahl zwischen 81 und 83.
Die bis dahin Erst - und Zweitplatzierten ( Thailand und der Fanfarenzug Potsdam ) hatten aus der Vorrunde über 90 Punkte, so das man sich auf die vorderen Plätze nicht viele Chancen ausrechnete.
Aber es wurde ja auch noch in Einzelwertung der beste Tambourmajor gewertet und hier hatte Pernele Gute Chancen.
Wir beschlossen den Abend mit dem Versprechen uns am kommenden Tag entweder beim großen Marsch durch Potsdam oder Anschließend beim Konzert wieder zu sehen.
So machte sich Familie Fenneberg dann am nächsten Tag ( Samstag ) auf, den Berliner Zoo unsicher zu machen.
Was soll ich sagen, jedem der noch nicht da war empfehle ich dies nach zu holen.
Der Zoo ist wirklich schön und verhältnismäßig günstig ( 30€ für uns drei ), außerdem hat er als einer der wenigen Zoos in Deutschland ein Nilpferd Gehege.
Wer´s mag!
Am Nachmittag fuhren wir dann Richtung Potsdam um den dortigen Umzug zu begleiten.
Es kam was kommen musste. Die Stadt war brechend voll und hermetisch abgeriegelt.
Wir beschlossen dann notgedrungen uns im Hotel schnell frisch zu machen, um wenigstens das anschließende Konzert noch zu genießen.
Püntlich um 18:30 standen wir dann an dem von Jette genannten Platz und wunderten uns schon warum dort nur Busse standen.
Kurze Zeit später kam dann auch die Pigegarde und ging schnurstracks auf Ihrem Bus zu um sich umzuziehen ( Und zwar die Uniform aus )
Erstaunt suchte ich Jette und fragte was denn nun mit dem Konzert ist!
Nach einigen Übersetzungsversuchen war das Missverständnis geklärt.
Man hatte lediglich eine Gemeinschaftsprobe für das morgige Konzert durchgeführt!!!
Wat a mistake.
Tja wieder nichts mit den Liveauftritt.
Als Trost lud man uns am Abend zum gemeinsamen Abendessen ins Hotel ein.
Mit dem Vorsatz, es heute Abend richtig krachen zu lassen, kamen wir dann auch pünktlich um 20:00 Uhr im Hotel zum Essen an.
In der Annahme heute eine Abschiedsparty zu erleben wurde ich von Jan gleich eines besseren belehrt. Der Holländische Drill-Instruktor, den man eigens für die Woche engagiert hatte, sprach ein absolutes Alkoholverbot aus. zumindest solange, bis die Mädels im Bett sind.
Leider ließen sich die Mädels von mir nicht einreden das sie müde sind.
Spaß beiseite, wir hatten einen schönen Abend zusammen, der begleitet war von vielen Danksagungen an die Spieler, Betreuer und ans Management.
Es flossen auch einige Tränen. Besonders Pernele, bei der man sich besonders herzlich bedankt hatte, war kaum wieder einzukriegen.
Im Laufe des Abends wurde gefragt, ob ich denn schon Karten für das morgige Finale hätte. Ich sagte nein, da ich Freitag an der Tageskasse ja auch Problemlos welchen bekommen habe.
Man teilte mir mit, dass das Finale bereits seit 3 Wochen ausverkauft war. Scheiße!!!
Peer wollte sich dann morgens früh gleich um Stehplatzkarten bemühen, da am Abend auch überraschender Weise noch einige Eltern der Mädchen angereist war und man keine Wochenkarten mehr für sie hatte.
Wir verabschiedeten uns dann in der Hoffnung, am nächsten Tag noch Karten zu bekommen.
Am Morgen machten wir uns dann selber in Richtung Stadion auf und hatten tatsächlich Glück noch zwei Stehplatz Karten zu erhalten. Ich rief Peer an und sagte ihm er bräuchte sich nicht mehr kümmern.
Um die Zeit bis zum Finale zu Überbrücken, sind wir dann noch auf Besichtigungstour ins neue Palais von Friedrich dem zweiten gefahren.
Pünktlich zum Beginn des Finales standen wir dann im Eingang des Stadions, wo uns auch schon Peer erwartete und uns zwei Sitzplatzkarten in die Hand drückte!!!.
Keine Ahnung wo die jetzt herkamen. Hinterher haben wir allerdings erfahren, das die angereisten Eltern lediglich Stehplatzkarten erhalten Haben.
Was für eine Gastfreundschaft.
So, endlich war es nun soweit, im dritten Anlauf sollte es jetzt gelingen unsere Freunde Live zu erleben.
Es wurde ein ganz starker Auftritt der aus meiner Sicht Perfekt war und mir ein ums andere mal Schauer über den Rücken jagte. Besonders als man sich zu einem Kreis formierte aus dessen Mitte man eine Trompeterin emporhob die dann die Einleitung zu Highland Cathedral spielte. Absolute Gänsehaut.
Dieser Auftritt war besonders auch durch die tolle Stabführung Perneles geprägt.
Der verdiente Lohn: Gesamtwertung 8. Platz und in der Wertung bester Tambourmajor hat sich Pernele die Vize Weltmeisterschaft gesichert.
Fazit: Ein absolut gelungenes Wochenende, zwar geprägt durch einige Missverständnisse, die aber letztlich auch das Salz in der Suppe waren.
Zum musikalischen sei noch gesagt, dass bis auf Hattstedt, alle Züge Show und Brassbands waren, was von der Akustik in einem großen Stadion natürlich ein klarer Vorteil ist.
Aber auch Hattstedt hat es ins Finale geschafft und sich mit einem neunten Platz hervorragend geschlagen.
Für mich eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte und für die ich Dankbar bin.
Alle Videos unter Youtube, Suchbegriff: wamsb Potsdam
Der 1. Mai zählt seit eh und je als Beginn der neuen Saison, so auch dieses Jahr:
Früh morgens um 6:30 Uhr trafen sich die Mitglieder des Spielmannszugs um alle noch ausstehenden Sachen zu klären und sich auf das traditionelle Wecken zum 1. Mai vorzubereiten. Erstmals mit neuen Uniformen und neuem Instrumentarium wurde der Mai begrüßt.
Lange und mühevoll wurde durch Bornhöveds Straßen marschiert um den Bürgerinnen und Bürgern in den Mai zu verhelfen. Gerade morgens nach einem eventuellen Tanz in den Mai ist das nicht für alle unbedingt das einfachste ;)
Zur Halbzeit wurde sich dann zu Bozena alias Mamita begeben, wo wir ein vorzügliches Frühstück mit Kaffee, Brötchen, Cornflakes und vielen Köstlichkeiten mehr genießen konnten. Danke dafür !
Nach einem ausgiebigen und guten Frühstück ging es frisch gestärkt in die zweite Runde und es wurde weiter geweckt, geweckt und geweckt ...
Um 10:30 Uhr trafen wir dann am Feuerwehrgerätehaus auf die Freiwillige Feuerwehr, mit der wir den Maibaum Richtung Marktplatz trugen und dieses musikalisch untermalten. Am Marktplatz angekommen wurde der Maibaum in begleit eines Trommelwirbels aufgestellt und so hieß es für uns Spielleute - Mission erledigt und gute Nacht =)
Es war wieder einmal ein Auftritt mit Qualität und wir haben gezeigt, dass wir mit wenigen Leuten doch großes erreichen können. Nichts desto trotz darf nicht unerkannt bleiben, dass in der Quantität zugelegt werden muss, denn insbesondere in unserer Branche stellen wir nicht lediglich 11 Spieler auf den Platz und setzen 7 weitere auf die Bank, wir sind mehr und brauchen mehr !
Wir hoffen die Bürgerinnen und Bürger Bonhöveds wieder mit vollster Motivation und ohrenbetäubendem Krach geweckt zu haben und sagen bis zum nächsten Jahr !
„Kölle Alaaf“ hieß es
auch dieses Jahr wieder, denn auch dieses Jahr nahmen wir wieder an den
Karnevalsumzügen in der Kölner Umgebung teil. So fuhren wir am Freitag den
12.2.2010 ab zum Karneval, voller Vorfreude endlich einmal wieder kein Schnee
zu sehen. Doch schon auf der fahr, kurz hinter Hamburg erfolgte dann die große
Enttäuschung… Es schien als würde der Schnee uns verfolgen und somit mussten
wir und dann auch dort mit dem Schnee anfreunden. Die Ankunft klappte genau so
perfekt, wie die hinfahrt. Alles war schnell eingeräumt und verstaut, so dass
wir die Klassenzimmer schnell beziehen konnten und dann Abend zusammen
ausklingen lassen konnte. Unsere Unterkunft war auch wie in den vielen Jahren
zuvor die Grundschule in Bergisch-Gladbach.
Am nächsten Tag stand dann auch endlich der lang ersehnte Karnevalsumzug an. Nach einer kleinen Generalprobe, die so lief,
wie eine Generalprobe laufen sollte, ging es los nach Bensberg, wo der Umzug
statt finden soll. Durch unser positives Auffallen im letzten Jahr, durften wir
dieses Jahr als einer der letzten Züge und vor den Wagen der Prinzengarde
starten, was den Vorteil hatte, das wir uns den Karnevalsumzug auch noch von
außen angucken konnten, unsere kleineren Kamelle sammeln konnten und die etwas
älteren noch ein wenig feiern.
Da beim Karneval ja eine
Verkleidung somit das Wichtigste ist, haben wir uns natürlich auch wieder
verkleidet und verkleideten uns wie auch
im letzten Jahr als Leuchttürme, doch diesmal mit ausgebesserten Hütten, so
dass wir nicht mehr von allen Leuten als Chinesen bezeichnet wurden.
Nach vielen bunten Wagen,
verkleideten Leuten und Berge an Kamelle,
ging’s auch für uns los.
Wiedermal konnten wir überzeugen, Leute begeistern und Stimmung
verbreiten. Und das durch unser Spielen und durchs Marschieren, denn wir
laufen ja nicht steif in drei Reihen, nein, wir laufen in einer Reihe mit Schlangenlinien, in zwei
Reihen mit kreuzen… so wurde es keinen
Zuschauer langweilig, wenn wir auch mal etwas länger deren Punkt standen. Nach
dem 4 stündigen Umzug, ging’s dann nochmal schnell auf die Bühne, wo nochmal
zwei Stücke zu unserem besten geben durften.
Völlig müde und kaputt
fuhren wir dann endlich zurück zur Schule, wo auch ganz fix das leckere
Abendessen angerichtet wurde, natürlich von Gonzo (von wem auch sonst :P). Mit
vollen Bäuchen verbrachten alle zusammen denn Abend gemeinsam mit „Singstar“ wo
unser eigener „Singstar“ ermittelt werden sollte. Danach folgten noch ein paar
weitere kleine Spiele, bis die ersten müde und kaputt ins Bett, naja eher auf die Luftmatratze vielen und die
restlichen gemütlich zusammen saßen oder noch los zogen um in den Kneipen zu
feiern und das Karnevalsleben noch genauer kennen zu lernen.
Am nächsten Tag erwartete
uns dann der Umzug in Bergisch- Gladbach. Auch hier überzeugten wir wie am
Tag zuvor.
Dieses Jahr Karneval war
wie auch im Jahr zuvor ein großer Erfolg und ein Spaßiges Erlebnis für alle.
Zum Schluss möchten wir noch einmal ein großes
„Dankeschön“ an unsere Helfer aussprechen, da diese uns während des
Umzuges mit Essen und Trinken versorgten,
an unseren Busfahrer, da dieser uns wieder einmal heil hin und zurück
gebracht hat, an Gonzo, da sie wie
jedesmal uns wieder perfekt mit Essen versorgte und an alle restlichen
Spielleute für so ein tolles und erfolgreiches Wochenende. Weiter so!!!! Und
bis zum nächsten mal !